Jacqueline Ott - Kurzbiografie

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Jacqueline Ott - die Daten

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Jacqueline Ott - Biografie

Jacqueline Ott studierte klassisches Schlagzeug und Klavier an der Hochschule für Musik Winterthur und schloss beide Ausbildungen mit dem Konzertreifediplom ab. Sie spielte ihre ersten Konzerte noch auf beiden Instrumenten, dem Schlagzeug und dem Klavier, konzentrierte sich aber schon bald solistisch auf das Marimba. Die Auseinandersetzung mit diesem Instrument, mit seinen Möglichkeiten und Einschränkungen, prägt ihre künstlerische Entwicklung bis heute und lässt sie ständig nach neuen Kombinationen mit anderen Instrumenten und Musikstilen suchen. Die klare Attacke des Marimbas als Schlaginstrument mit kurzem Klang verlangt stets nach einer innerlichen Weiterführung des Tons, damit überhaupt eine quasi-legato-Linie entstehen kann. Deshalb kann das Spiel des Marimbas als eine Art Tanz gesehen werden, ein Tanz des Körpers, der sich stets der Melodie, dem Rhythmus und dem Ausdruck unterwirft.

Jacqueline Ott spielte ihr erstes Solokonzert mit 13 Jahren („Zirkus Renz“ für Xylophon und Blasorchester) und trat 1994 als Solistin im Concertino für Marimba von Paul Creston unter Mario Venzago mit dem Orchester Musikkollegium Winterthur auf. Neben regelmässigen Auftritten als Solistin ist sie seit 1995 als Schlagzeugerin Mitglied im Collegium Novum Zürich und arbeitete während der letzten 10 Jahre u.a. mit Heinz Holliger, Sofia Gubaidulina, Mauricio Kagel, Pierre Boulez zusammen.

Jacqueline Ott grosses Interesse gilt aber auch der Zusammenarbeit mit kleineren Formationen, die in den unterschiedlichsten Musikbereichen tätig sind. Dabei ist sie stets auf der Suche, wie das Marimba seinen Klang, seine Möglichkeiten der Begleitung und des eigenständigen Spiels finden kann. Denn das Marimba ist ein „junges“ Instrument und seine Möglichkeiten sind von den Komponisten noch längst nicht ausgeschöpft. Mit dem Perkussiontrio Rhythmusa näherte sie sich den Klangwelten zwischen Jazz und experimenteller Musik, inspiriert von den Melodien des Orients und der Rhythmik Afrikas und Südamerikas. Mit Peter Waters (Klavier) spannte sie – zum Teil mit eigenen Arrangements - den weiten Bogen vom Barock über Jazz zur Neuen Musik. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt aber dem Duospiel mit der Geigerin Rahel Cunz. Hier bekommt der warme, leichte und doch kraftvolle Ton des Marimbas im Zusammenspiel mit der Violine eine eigene Leuchtkraft. Das Duo vergibt immer wieder Kompositionsaufträge (Martin Wettstein, Philipp Hefti u.a.) und spielt Werke in eigenen Arrangements von Corelli bis Piazzolla. - Jacqueline Ott sucht auch die intellektuelle Auseinandersetzung mit Neuer Musik, und ihre Vorliebe gilt jener Musik, die auch die Herzen der Zuhörer erreicht.



 
 
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